Ein Allrounder auf dem Bau ist ein Handwerker, den man nicht in eine enge Ecke stellt. Heute hilft er beim Trockenbau. Morgen bearbeitet er die Laibungen. Dann nimmt er das Werkzeug und erledigt eine kleine Reparatur, die niemand auf „später" verschieben möchte.
Genau darin liegt das Wesen der Arbeit als Allrounder in Europa. Gebraucht wird jemand, der sich auf dem Objekt nicht verliert, die grundlegenden Bauprozesse versteht und verschiedene Aufgaben ohne lange Erklärung übernehmen kann. Das ist kein Hilfsarbeiter bei null. Aber auch kein enger Spezialist nur für einen Arbeitsschritt.
Allrounder werden oft für die Renovierung von Wohnungen, Büros, Hotels, Lagern, Gewerberäumen und kleineren Bauobjekten gesucht. Wo täglich unterschiedliche Aufgaben anfallen, ist ein solcher Mitarbeiter besonders wertvoll. Man muss nicht für jede Kleinigkeit auf einen eigenen Handwerker warten.
In der Regel kann die Arbeit umfassen:
Und hier ist ein wichtiger Punkt. Ein Allrounder muss nicht „alles perfekt können". Aber er muss sein Niveau ehrlich einschätzen. Wenn jemand gut Trockenbau macht, ein wenig spachtelt und bei der Montage helfen kann, ist das schon ein konkretes Profil und keine bloße allgemeine Phrase im Lebenslauf.
Diese Stelle eignet sich für alle, die bereits bei Renovierungen oder auf dem Bau gearbeitet haben und vor verschiedenen Aufgaben keine Angst haben. Wer Erfahrung mit Trockenbau, Malerarbeiten, Putz, Fliesen, Abbruch, Türenmontage, Bodenbelägen oder kleineren Reparaturen hat, sollte das gleich zeigen.
Arbeitgeber erwarten in der Regel 1–2 Jahre Erfahrung und den Umgang mit Akkuschrauber, Bohrhammer, Winkelschleifer, Wasserwaage, Maßband und anderem Grundwerkzeug. Wichtig ist auch Sorgfalt. Denn einem Allrounder werden oft Fein- oder Halbfeinarbeiten übertragen, bei denen Fehler sofort sichtbar sind.
Die Sprachanforderungen hängen von Land und Kolonne ab. Für einen Teil der Stellen genügen grundlegende Englischkenntnisse oder einige Arbeitskommandos in der Landessprache. Je selbstständiger die Position, desto wichtiger ist es jedoch, den Meister, den Arbeitsplan und die Sicherheitsregeln zu verstehen.
Die Bezahlung eines Allrounders in Europa hängt stark davon ab, was genau er kann. Handelt es sich um einen Mitarbeiter für einfache Hilfsaufgaben, liegt der Satz näher am Hilfsarbeiter. Handelt es sich um einen Handwerker, der einen Teil der Renovierung selbstständig ausführt, ist das Einkommen höher.
Ungefähr kann man in Mittel- und Osteuropa Sätze von 7–12 Euro pro Stunde finden. In den nordeuropäischen Ländern werden Bau-Allroundern häufiger 13–21 Euro pro Stunde angeboten.
Pro Monat können das etwa 1.700–2.700 Euro netto sein. Erfahrene Allrounder, die selbstständig arbeiten, mehrere Arbeitsarten abdecken und keine ständige Kontrolle benötigen, kommen manchmal auf 2.800–3.400 Euro netto. Aber hier entscheiden Stunden, Land, Unterkunft, Steuern und der tatsächliche Aufgabenumfang.
Vor der Bewerbung sollte man nicht nur auf das Wort „Allrounder" schauen. Es ist sehr weit gefasst. In einer Anzeige ist es fast ein Hilfsarbeiter. In einer anderen ein Handwerker für Innenausbau, der selbst Trockenbau, Spachteln, Streichen und kleinere Montagen übernehmen soll.
Im Lebenslauf sollte man nicht „kann alles" schreiben. Das klingt schön, erklärt aber wenig. Besser konkret: Trockenbau, Spachteln, Malerarbeiten, Abbruch, Laminat, Türen, einfache Montage, Hilfe beim Fliesenleger, Arbeit mit Werkzeug. So versteht der Arbeitgeber schneller Ihr Niveau und bietet eine Arbeit an, bei der Ihre Fähigkeiten wirklich gebraucht werden.