Der Verputzer ist der Handwerker, nach dem ein Raum nicht mehr wie eine Baustelle aussieht, sondern wie ein normaler Raum für die Renovierung. Wände werden eben. Ecken werden sauber. Die Oberfläche ist bereit zum Streichen, Fliesen, Tapezieren oder für die dekorative Gestaltung.
In Europa werden solche Fachkräfte ständig gebraucht: auf Neubauten, bei Sanierungen, bei der Renovierung von Wohnungen, Büros, Hotels, Gewerberäumen und Altbauten. Die Arbeit als Verputzer in Europa eignet sich für alle, die praktische Erfahrung haben, mit Mörtelmischungen umgehen können und verstehen, dass das Endergebnis nicht nur von der Hand abhängt, sondern auch von der Vorbereitung des Untergrunds.
Putzarbeiten gibt es auf fast jeder Baustelle. Das Format kann jedoch unterschiedlich sein. Manchmal wird ein Handwerker für das grobe Ausgleichen großer Flächen gebraucht. Manchmal jemand für den Feinspachtel vor dem Streichen. Und auf einzelnen Objekten wird ein Spezialist für dekorative Materialien, Fassaden oder Maschinenputz gesucht.
Am häufigsten arbeiten Verputzer an folgenden Aufgaben:
Das ist Arbeit, bei der Kleinigkeiten sofort sichtbar sind. Eine schiefe Ecke, eine Welle in der Wand, ein schlecht vorbereiteter Untergrund – und der nächste Handwerker hat bereits ein Problem. Deshalb wird in Europa nicht nur Geschwindigkeit geschätzt, sondern auch Sorgfalt.
Ein Verputzer muss das Material verstehen. Eine Mischung bindet schnell ab, eine andere erfordert eine andere Vorbereitung, eine dritte haftet schlecht auf feuchtem oder staubigem Untergrund. Klingt nach einer Kleinigkeit? Auf der Baustelle entscheidet es alles.
Arbeitgeber suchen in der Regel Bewerber mit 1–2 Jahren Erfahrung. Von Vorteil ist die Fähigkeit, mit verschiedenen Putzarten, Spachtelmasse, Fassadenmaterialien, maschineller Auftragung, Trockenbau oder dekorativen Beschichtungen zu arbeiten.
Bildungsnachweise können ein Plus sein, entscheidend sind aber die tatsächlichen Fähigkeiten. Wenn Fotos ausgeführter Arbeiten, Erfahrung auf großen Objekten oder die Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten vorhanden sind, sollte man dies gleich zeigen. So kann der Arbeitgeber das Niveau des Handwerkers leichter einschätzen.
Die Bezahlung eines Verputzers in Europa hängt von Land, Erfahrung, Art der Arbeiten und Stundenzahl ab. In Mittel- und Osteuropa können die Sätze bei etwa 7–11 Euro pro Stunde beginnen. In Deutschland, Belgien, den Niederlanden und den nordeuropäischen Ländern werden erfahrenen Handwerkern häufiger 13–20 Euro pro Stunde angeboten.
Im Monatsformat kann das ungefähre Einkommen 1.700–2.600 Euro netto betragen. Verputzer mit guter Erfahrung, die auf anspruchsvollen Objekten arbeiten, dekorative Arbeiten, Fassaden oder Maschinenputz ausführen, können 2.700–3.300 Euro netto und mehr verdienen.
Die Arbeitszeit beträgt meist 40–50 Stunden pro Woche. Bei einem Teil der Stellen gibt es Unterkunft, Transport zum Objekt, Arbeitskleidung, Werkzeug oder Kostenerstattung. Das muss man jedoch gesondert prüfen. Ohne diese Angaben sagt die Gehaltszahl wenig aus.
Vor der Bewerbung sollte man klären, welche Arbeiten genau gebraucht werden: Grobputz, Feinspachtel, Fassaden, dekorative Beschichtungen, Maschinenauftrag oder allgemeine Ausbauarbeiten. Das sind unterschiedliche Fähigkeitsniveaus. Und unterschiedliche Bezahlung.
Im Lebenslauf sollte man konkret schreiben: welche Mischungen man verwendet hat, ob man mit Putzlehren gearbeitet hat, ob man Fassaden, Dekorputz, Spachtelarbeiten für den Anstrich, Maschinenputz, Trockenbau oder die Instandsetzung alter Oberflächen ausgeführt hat. In diesem Beruf ist Konkretheit wichtig. Sie zeigt sofort, ob man nur „bei Renovierungen dabei war" oder wirklich Wände in einen ordentlichen Zustand bringen kann.