Arbeit als Gärtner in Europa bedeutet nicht nur, Blumen zu gießen. Häufig geht es um die komplette Pflege von Außenanlagen: Rasenflächen, Sträucher, Bäume, Beete und Wege sowie saisonale Reinigungsarbeiten, den Umgang mit Werkzeugen und Gartengeräten und die laufende Kontrolle des Zustands der gesamten Anlage.
Das Ergebnis der Arbeit ist sofort sichtbar. Ein Rasen ist entweder sauber und gleichmäßig gemäht oder nicht. Eine Hecke ist ordentlich geschnitten oder wirkt ungepflegt. Deshalb schätzen Arbeitgeber Mitarbeiter, die sorgfältig arbeiten und nicht nur auf Geschwindigkeit achten.
Gärtner werden nicht nur für Privathaushalte gesucht. Stellenangebote gibt es auch in Hotels, Parks, Gartencentern, Wohnanlagen, Bürostandorten, Außenbereichen von Restaurants, Gewerbeobjekten und großen privaten Anwesen.
Die Aufgaben hängen vom jeweiligen Einsatzort ab. In einem Hotel muss die Außenanlage täglich gepflegt und ordentlich aussehen. In einem Park müssen Grünflächen sicher und sauber gehalten werden. Bei der Pflege eines privaten Grundstücks können die Aufgaben umfangreicher sein: Beete, Zierpflanzen, Rückschnitt, Bewässerung und allgemeine Pflege der Außenanlagen.
Typische Aufgaben eines Gärtners sind:
Im Gartenbau ist der saisonale Unterschied deutlich spürbar. Im Frühjahr beginnt die intensive Vorbereitung der Außenanlagen, das Pflanzen, der Rückschnitt und die Pflege bzw. Erneuerung von Rasenflächen. Im Sommer stehen Bewässerung, Rasenmähen sowie die Pflege von Blumen und Grünflächen im Vordergrund. Im Herbst fallen viel Laub, Rückschnitt und die Vorbereitung der Außenanlagen auf die kalte Jahreszeit an.
Die Arbeit verändert sich also im Laufe des Jahres. Das ist ein Vorteil für Menschen, die keine eintönigen Tätigkeiten mögen.
Allerdings findet die Arbeit überwiegend im Freien statt. Sonne, Regen, Wind, kühle Morgenstunden und nasses Gras gehören zum Berufsalltag. Deshalb braucht ein Gärtner nicht nur Interesse an Pflanzen, sondern auch körperliche Belastbarkeit.
Für den Einstieg ist nicht immer eine spezielle Ausbildung erforderlich. Erfahrung in der Pflanzen-, Rasen- oder Grundstückspflege sowie im Umgang mit Gartengeräten ist jedoch ein großer Vorteil. Arbeitgeber achten auf sorgfältiges Arbeiten, Zuverlässigkeit, körperliche Belastbarkeit und die Fähigkeit, Aufgaben selbstständig auszuführen.
Zu den grundlegenden Anforderungen gehören in der Regel:
Der Verdienst als Gärtner in Europa hängt vom Land, der Saison, der Erfahrung und der Art des Objekts ab. Bei einfacheren Tätigkeiten kann man sich an etwa 10–14 Euro brutto pro Stunde orientieren. Mitarbeiter mit Erfahrung in der Landschaftspflege, im Umgang mit Gartentechnik, beim Baumschnitt, bei der Pflege großer Grundstücke oder bei selbstständiger Arbeitsausführung können etwa 15–20 Euro brutto pro Stunde und mehr verdienen.
Bei einer monatlichen Beschäftigung entspricht das häufig etwa 1.500–2.200 Euro netto. In der Saison können bei Vollzeit, zusätzlichen Arbeitsstunden oder Einsätzen auf großen Anlagen höhere Einkommen möglich sein.
Vor der Bewerbung sollte geklärt werden, wo genau gearbeitet wird: auf einem privaten Grundstück, in einem Hotel, Park, Gartencenter, einer Wohnanlage oder auf einem Gewerbeobjekt. Arbeitsrhythmus und Verantwortungsbereich können sich deutlich unterscheiden.
Im Lebenslauf sollte man konkrete Erfahrungen nennen: Rasenmähen, Arbeiten mit der Motorsense, Heckenschnitt, Pflanzen, Beetpflege, Grundstückspflege, Arbeit auf großen Flächen oder Erfahrung mit Gartentechnik. Solche Angaben sind für eine Gärtnerstelle wichtig. Sie zeigen, dass der Bewerber nicht nur Interesse an Pflanzen hat, sondern die praktische tägliche Arbeit im Garten- und Landschaftsbereich kennt.