Ein Maurer ist nicht einfach jemand, der Ziegel aufeinander setzt. Von einem Maurer hängen die Stabilität der Wand, die Genauigkeit der einzelnen Reihen, der richtige Verband und die gesamte Geometrie der Konstruktion ab. Fehler sind nicht immer sofort sichtbar, können später aber teuer werden.
Arbeit als Maurer in Europa eignet sich für Fachkräfte mit Erfahrung im Mauern mit Ziegeln, Mauersteinen, Klinker, Naturstein oder dekorativem Stein. Solche Fachkräfte werden auf Wohn-, Gewerbe- und Industriebaustellen sowie bei Sanierungs- und Restaurierungsprojekten benötigt.
Ein Maurer kann beim Neubau, bei der Sanierung einer Fassade, bei der Restaurierung eines alten Gebäudes oder bei Innenarbeiten eingesetzt werden. Manchmal geht es darum, große Flächen schnell zu mauern. In anderen Fällen ist besonders präzise Arbeit mit Natur- oder Klinkerstein gefragt, bei der jede Fuge eine Rolle spielt.
Zu den häufigsten Aufgaben gehören:
Die Arbeit ist körperlich anspruchsvoll. Aber sie erfordert nicht nur Kraft. Ein guter Maurer denkt voraus: Wo beginnt die nächste Reihe? Wie wird der Verband ausgeführt? Was passiert an der Ecke? Wie wird die Fuge nach Abschluss der Arbeiten aussehen?
Für eine Tätigkeit als Maurer im Ausland werden in der Regel 1–2 Jahre Berufserfahrung erwartet. Wer mit verschiedenen Materialien gearbeitet hat, einfache Bauzeichnungen lesen kann und sicher mit Wasserwaage, Richtlatte, Kelle, Winkelschleifer und anderem Werkzeug umgeht, bringt bereits eine gute Grundlage mit.
Von Vorteil sind Erfahrungen im Fassadenmauerwerk, mit Klinker, Naturstein, bei Restaurierungsarbeiten, mit Betonsteinen oder in einem Team auf größeren Baustellen. Auch Fotos von fertigen Arbeiten sind hilfreich. In diesem Beruf sagen sie oft mehr aus als ein Lebenslauf.
Die erforderlichen Sprachkenntnisse hängen vom Land und der Art der Tätigkeit ab. Auf Baustellen reichen häufig grundlegende Englischkenntnisse oder einfache Anweisungen in der Landessprache. Für selbstständiges Arbeiten oder eine Position als Vorarbeiter sind gute Kommunikationsfähigkeiten jedoch wichtiger.
Der Verdienst eines Maurers in Europa hängt vom Land, verwendeten Material, der Berufserfahrung, dem Arbeitszeitmodell und der Art der Beschäftigung ab. Bei einfacheren Baupositionen kann man sich ungefähr an 10–15 Euro pro Stunde orientieren. Erfahrene Maurer, die mit Klinker, Fassaden, anspruchsvollen Mauerarbeiten arbeiten oder Aufgaben selbstständig ausführen, können 16–25 Euro pro Stunde und mehr verdienen.
Monatlich kann das häufig etwa 1.800–2.800 Euro netto ergeben. Bei anspruchsvolleren Projekten, Akkordarbeit, einer hohen Anzahl an Arbeitsstunden oder einer Spezialisierung kann der Verdienst höher ausfallen. Die Vergütung sollte jedoch immer zusammen mit den Arbeitsbedingungen betrachtet werden: Unterkunft, Transport, Steuern, Werkzeug, Arbeitszeit und Vertragsart.
Und besonders wichtig: Vor der Bewerbung sollte geklärt werden, wie die Bezahlung berechnet wird – nach Stunden, pro Monat oder nach Leistung bzw. Arbeitsvolumen. Für Maurer kann das einen erheblichen Unterschied machen.
Vor der Bewerbung sollte man klären, mit welchen Materialien und auf welchen Bereichen gearbeitet wird: Ziegel, Mauersteine, Klinker, Naturstein, Fassaden, Trennwände, Restaurierung oder Betonbauteile. Die Stellenbezeichnung kann gleich sein, während die tatsächlichen Aufgaben völlig unterschiedlich sind.
Im Lebenslauf sollte man möglichst konkret angeben, welche Materialien man verarbeitet hat, ob man Erfahrung mit Fassaden, Klinker oder Naturstein hat, ob man Bauzeichnungen lesen kann, ob man bereits auf größeren Baustellen gearbeitet hat und ob man selbstständig arbeiten kann. So kann der Arbeitgeber das Niveau des Facharbeiters schneller einschätzen und eine passende Vergütung anbieten.